CARHARTT W. Hickman Coat
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Alle Neune
Nun, die vollen Balken sprechen bereits für sich: diese Jacke war ein erfolgreicher Kauf und erwies sich im vergangenen Winter als ein treuer Gefährte.
Den Hickman Coat habe ich mir zeitgliech mit Carhartt's Mountain Coat II bestellt, um live zu sehen, worin sich die beiden Winterjacken unterscheiden und welche besser ist.
Dass ich mich für die erste entschied, lag daran, dass die Aufmachung des Hickman Coats für meinen persönlichen Lifestyle und die mitteleuropäischen Winterverhältnisse passender zugeschnitten war.
Was letztgenanntes betrifft, so impliziert das bewusst den Gedanken, dass das keine "dicke" Jacke ist, so wie der Mountain Coat II bspw. in seiner starken Fütterung ausfällt. Dafür fällt der Hickman in seinem Schnitt so aus, das wohl die Möglichkeit mitbedacht war sich was eigenes Warmes drunterzuziehen. Durch das besteppte Innenleben fällt das An- und Ausziehen reibungslos geschmeidig aus. Die Konfektion spricht ebenso dafür: bei der bestellen S vermutet man die 36 zur 38 hin, optimal.
Dank dieser schlankeren Ausführung zeigt sich im Hickman ein weiterer Pluspunkt: Beweglichkeit! Beim Mountain Coat II konnte ich sie nur begrenzt feststellen, während der Hickman wohl durchaus für das mobil-urbane Leben geschaffen ist.
Die Länge des Hickman trägt ebenso zur Flexibilität bei, denn er endet direkt unter'm Po, sodass der Oberkörper wirklich komplett von Wind und Wetter geschützt ist, aber ermöglicht weiterhin größere Schritte ohne einzuengen.
Was die Funktionalität anbelangt, so sollte gesagt werden, dass das Material zwar nicht als wasserundurchlässig (!) angegeben wird. Aber das Material ist wohl nach Carhartt-patentiert-typischen Maßstäben gewoben, sodass es so etwas wie wasserabweisend ist. In der Praxis erwies sich diese Eigenschaft in einem Abperleffekt: nach winterlichen Ausflügen auf den Weihnachtsmarkt oder zum Dönermann liefen so manche Spuren von Langos-Knoblauch- bzw. Yufka-Soße von der Brust bis hin zum Saum; vom Glühweihn ganz zu schweigen... doch als ich mir noch am selben Abend vornahm die Flecken am nächsten morgen richtig wegzuwaschen, erwies sich das Unterfangen als verjährt, denn das bloße Wegwischen schien genügt zu haben, weil sich Flecken als solche gar nicht mehr bilden konnten ? so dicht muss das Material verwoben sein!
Die Kapuze lässt sich zwar abknöpfen, doch das ist gar nicht nötig, denn das ist keine Pöbelkapuze, sondern ein richtig schön für seinen Gebrauch geschnittenes Stück: als stylisch-praktische Kopfbedeckung bei Niesel und Böen, als funktional-hilfreiche Beilage bei Regen, Schnee und Wind.
Eine Innenbrusttasche gibt es zwar nicht, doch die vier Frontpockets befreien einen von so manch lästiger Kramerei in der Tasche/dem Rucksack, da sie Platz genug für jeden dieser Habseligkeiten bieten: Telefon, Schlüssel, Labello, Taschentücher, Raucheraccessorie.
Find's schon fast schade das Teil zu den Wintersachen wegpacken zu müssen. Aber der nächste Winter kommt bestimmt und mit ihm die Freude eine passende Jacke erworben zu haben!
28. März 2012